Bruno – Der Seegrasfeilenfisch

Am 5. September war es wieder passiert. Wir waren wieder auf einer kleinen Tour in Goslar und umzu und wollten noch einen kleinen Abstecher in Richtung Liebenburg machen. Dort befindet sich ebenfalls ein Meerwasserfachgeschäft. Wir wollten zunächst nur schauen, da wir noch für das kleine Nanobecken eine Garnele suchen. Und da war es dann geschehen. In einem der vielen Becken schwammen ganz viele noch sehr kleine Seegrasfeilenfische. Da kamen die Erinnerungen an unseren Paul wieder. Und Dany fing an mit einem der Süßen zu liebäugeln :-) . Und keine halbe Stunde später befanden wir uns auch schon auf dem Rückweg in Richtung Wernigerode, mit einem Seegrasfeilenfisch.

Der Transport lief ohne Probleme. Wir hatten ja schon von vorne herein die große Styropor-Transportbox mitgenommen. Zu Hause angekommen ging es wieder an die Eingewöhnung des neuen Mitbewohners für das kleine Becken von Dany. Darum kümmerte sich Maik, der alles vollstens unter Kontrolle hatte. Nach langer Zeit der Eingewöhnung durfte dann dieses Mal Dany den Neuen umsetzen, natürlich wieder mit der Hand. Alles hat wunderbar geklappt und der kleine Bruno (ja auf diesen Namen haben wir ihn getauft) schwamm durch das Becken und inspizierte es. Hier ein Schnappschuss von Bruno.

Bruno

Nun kam die weitere Eingewöhnungsphase im Hinblick auf Futter. Man muss dazu sagen, dass bis zu diesem Tage weder die Schnecke, noch Willi (der Einsiedlerkrebs) noch die beiden Hohlkreuz-Garnelen zugefüttert wurden. Es gibt bzw. gab bis dato genügend zu finden, alleine schon an Algen.

Nun mussten wir uns Gedanken um die weitere Fütterung machen. Wir gingen der Hoffnung nach, dass Bruno genauso „zutraulich“ werden kann wie Paul damals. Der konnte schließlich auch aus der Hand fressen und wußte genau, wann es für ihn Futter gab. Also versuchten wir es auch so bei Bruno. Allerdings müssen wir dabei berücksichtigen, dass es sich hier um ein kleines Becken handelt, in dem nicht alles sofort gefressen wird und somit auf die Wasserwerte gehen kann. Also mit Vernunft füttern :-) .

Und so stehen wir seit diesem Tag mit der Pinzette vor dem Nanobecken und halten das Futter mit dieser hinein.

Die ersten beiden Tage war Bruno skeptisch und ließ sich nicht bitten. Aber nach wenigen Tagen hat er sich daran gewöhnt, wo das Futter herkommt. Er frisst jetzt von der Pinzette bzw. schwimmt er allem, was versucht abzuhauen, hinterher und verdrückt es. Sobald die Pinzette von uns ins Becken gehalten wird, kommt er nach vorne und läßt sich nicht immer lange bitten, sondern macht sich über sein Futter her.

Die Eingewöhnung von Bruno hat also sehr gut geklappt und wir hoffen, dass es dem Kleinen immer gut gehen wird und er nicht den gleichen Fehler macht wie Paul und einfach aus dem Becken springt. Eine Nachtbeleuchtung hat er dafür zusätzlich auch noch bekommen. So ist wenigstens immer ein wenig Licht im Becken, auch Nachts.

Und sollte Bruno schneller wachsen als gedacht, dann kommt es in unser großes Meerwasserbecken im Flur. Dort warten dann auch schon Glasrosen auf ihn, die wir momentan noch in Zaum halten können.

Die Meerwasserbesitzer

~ von Daniela Lutz am 14. September 2009.

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